Bericht über die Jahreshauptversammlung 2020

Am 22. Juli 2020 fand unsere Jahreshauptversammlung im Konferenzraum des Caritashauses in Lauda statt. Auf ausreichend Abstand zwischen den Teilnehmerinnen und die Beachtung der Corona-Hygieneregeln wurde geachtet.

Die Vorsitzende Gayle Lüdtke-Beemer begrüßte die Anwesenden und konnte in ihrem  Rechenschaftsbericht  über vielfältige Aktivitäten im Jahr 2019 berichten. Bei „One Billion Rising“ am 9.2.2019 auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim und dem ebenfalls dort stattfindenden Flohmarkt am ersten Schulwochenende nach den Sommerferien konnten neue Kontakte geknüpft werden und unsere Arbeit gegen Gewalt an Frauen in die Öffentlichkeit getragen werden.

Abgesagt werden musste coronabedingt der Kleiderbazar im Frühjahr in Bad Mergentheim und „Coffee & Swing" im Herbst in Lauda. Der „Runde Tisch“ mit Ordnungsämtern, Polizei und sozialen Einrichtungen im Landratsamt konnte im Herbst stattfinden. „Wohin, wenn das Frauenhaus belegt ist?“ war das Thema eines Gespräches im November 2019 mit Sozialdezernentin im Landratsamt Frau Krug. Ebenfalls im November 2019 fand unser Infostand anlässlich des „Tages gegen Gewalt an Frauen“ auf dem Marktplatz in Bad Mergentheim statt. Das Frauen- und Kinderschutzhaus wurde durch unseren Verein in 2019, wie in den vergangenen Jahren, nach  Absprache mit der Leiterin, mit Sachleistungen unterstützt.

Vereinsintern fanden in 2019 sieben Teamsitzungen und zwei Vorstandssitzungen statt. Der Sommerausflug des Frauenteams ging im Juli nach Dittigheim. Zum Jahresabschluss fand im Dezember 2019 ein Weihnachtsessen in Bad Mergentheim statt.

Beraterin Sandra Klingert berichtete über die Arbeit in der Beratungsstelle. Bei allen Rat suchenden Frauen waren körperliche und psychische Gewalt, von Stalking, Belästigung durch den Ex-Partner bis hin zur Vergewaltigung und die daraus resultierende psychische Belastung der Grund für das Aufsuchen der Beratungsstelle. Die Beratung fand teils auch telefonisch statt. Mit Frauenhausaufenthalten, Platzverweisen  und Gewaltschutzanträgen konnten den betroffenen Frauen Wege aus der Gewaltsituation aufgezeigt werden. Nicht alle Frauen konnten im Frauenhaus für den Main-Tauber und Neckar-Odenwald Kreis aufgenommen werden, diese Frauen kamen in anderen Frauenhäusern und teilweise in Pensionen unter. Auch in 2019  fanden in der Beratungsstelle monatliche Treffen betroffener Frauen im „Frauencafé“  statt.

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Andrea Bihr zeigte eine ausgeglichene finanzielle Situation des Vereins. Durch die Einnahmen aus Veranstaltungen, Spendenbriefen, Bußgeldern der Staatsanwaltschaft, Mitgliedsbeiträgen und den Zuwendungen des Landratsamtes sei der Fortbestand der Beratungsstelle und der Vereinsarbeit gesichert.

Kassenprüferin Ortrud Paul berichtete, dass sie mit der zweiten Kassenprüferin Rosemarie Ley die Kasse geprüft habe und bestätigte der seit einem Jahr im Amt befindlichen Schatzmeisterin Andrea Bihr eine einwandfreie Kassenführung. Schatzmeisterin und Vorstand wurden einstimmig entlastet.

Abschließend bedankte sich die Vorsitzende Gayle-Lüdtke-Beemer bei den Vorstands- und Teammitgliedern für die geleistete Arbeit und gab bekannt, dass bei der nächsten Jahreshauptversammlung in 2021 Neuwahlen des Vorstandes stattfinden. Bis dahin sollen zwei Personen für das Amt der Kassenprüferinnen gefunden werden. (Ortrud Paul und Rosemarie Ley stehen nicht mehr zur Verfügung). Außerdem gab sie allen Anwesenden mit auf den Weg, weitere Mitglieder für das Frauenteam zu werben, damit die Vereinsarbeit nicht weiter auf wenigen Schultern lastet.