Orangene Bank setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Pressemitteilung, Oktober 2026, Grosse Kreisstadt Bad Mergentheim
Förderverein für das Frauen- und Kinderschutzhaus sensibilisiert im Bad Mergentheimer Badweg
Bad Mergentheim. Der Förderverein im Main-Tauber-Kreis für das Frauen- und Kinderschutzhaus hat sich zum Ziel gesetzt, in Städten und Gemeinden mit leuchtenden Sitzgelegenheiten ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. In Bad Mergentheim durfte er die „Orangene Bank“ nun im Badweg aufstellen.
Oberbürgermeister Udo Glatthaar betonte, die Stadt leiste gerne ihren Beitrag, um das Thema im öffentlichen Raum sichtbar zu machen, um zu mahnen und zu sensibilisieren. Die Kriminalstatistik weise immer noch erschreckend hohe Fallzahlen von häuslicher Gewalt, Tötungsversuchen und Femiziden auf. „Da ist es wichtig, dass auch wir als Stadt und Region im wörtlichen Sinne ‚Farbe bekennen‘ und klarmachen, dass Gewalt gegen Frauen bei uns keinen Platz hat“, sagte Udo Glatthaar.
Die Bank steht am Ende des Badwegs und direkt am Bahnübergang im Schlosspark. Hier sind nicht nur viele Fußgängerinnen und Fußgänger unterwegs, man wird die Bank auch aus dem Zugfenster sehr gut wahrnehmen. Eine marode städtische Bank, die beliebte Sitzgelegenheit an gleicher Stelle war, ist nun entfallen, um die Orangene Bank dort aufstellen zu können. Der Bauhof unterstützte bei der Befestigung und wertete den Aufstellungsort im Rahmen der Pflegemaßnahmen durch Grünschnitt und neuen Mulch auf. An der Bank ist ein QR-Code angebracht, der den direkten Kontakt zur Beratungsstelle des Vereins ermöglicht.
Die Vorsitzende des Fördervereins im Main-Tauber-Kreis für das Frauen- und Kinderschutzhaus, Gayle Lüdtke-Beemer, erklärte: Ein weiterer Erfolg ein gesellschaftliches Problem und die Arbeit des Vereins Frauen helfen Frauen hierzu in die Öffentlichkeit zu bringen. Nach Tauberbischofsheim und mittlerweile auch Igersheim konnte mit Unterstützung von Oberbürgermeister Glatthaar nun auch in Bad Mergentheim im Badweg eine orangene Bank mit unserer Botschaft „KEINE GEWALT GEGEN FRAUEN“ aufgestellt werden. Hierfür bedanken wir uns bei allen Beteiligten herzlich. Über 900 Beratungskontakt, 130 intensive Begleit- und Unterstützungsarbeit in 2025 (zu Polizei, Ärzten, Ämtern, Juristen, etc.) zeigen die Notwendigkeit dieses Angebotes durch die Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen“ auch in Main-Tauber- Kreis.